Gegen Transitautobahn A52 quer durch Essen - Widerstand seit vielen Jahren spiegelt sich im Rat der Stadt

Seit fast 40 Jahren gibt es Pläne, eine weitere Nord-Süd-Autobahn quer durch das mittlere Ruhrgebiet und die Stadt Essen zu schlagen - und fast genau solange gibt es den Widerstand dagegen. Was verharmlosend als "Lückenschluss" im ohnehin dichtesten Autobahnnetz Europas bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit eine Kahlschlagschneise für eine Transitautobahn, mit allen negativen Folgen für Umwelt und Lebensqualität in den betroffenen Stadtteilen, vor allem im Altenessen.

Als bekannt wurde, dass der immer beschwichtigend angeführte Bau als Tunnel wegen der immensen Kosten platzen würde, wandte sich die Bürgerinitatiative mit einem Flyer gegen diese Kahlschlagpolitik an die Öffentlichkeit. Die lokale "Bürgerliste Nord" zusammen mit DKP und "Essen steht AUF" führten eine Baumpflanzaktion durch im beliebten Helenenpark genau dort, wo die geplante offen gebaute Trasse der Autobahn den Park völlig zu zerstören droht, s. Bild.

Im Rat der Stadt Essen gab Ratsherr Dietrich Keil von "Essen steht AUF" eine entschiedene Stellungnahme gegen diese menschenfeindlichen Pläne ab und unterstützte einen Antrag der Grünen, dieses unsinnige Vorhaben endlich aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen. Das fand keine Mehrheit, aber der Kampf geht weiter!